Wusstet ihr schon?

In Jahr 2019 gab es für jeden Monat der Flugsaison einen „Wusstet ihr schon“ Beitrag. Auf dieser Seite sind alle sieben zum nachlesen aufgelistet. Mit diesen Beiträgen wollen wir euch einfach gerne etwas mehr von uns und unserem Hobby erzählen. Dazu gibt es immer ein paar aktuelle Bilder vom Flugplatz, aus der Luft oder vom Vereinsleben.

#01 Wusstet ihr schon, was eine Schnuppermitgliedschaft ist?

Eine Schnuppermitgliedschaft ist rein rechtlich gesehen ein Zeitraum von vier Wochen, in dem man wie ein offizielles Mitglied des FSV Kelheim versichert ist. Praktisch gesehen heißt es, dass man für vier Wochen ein Teil des Vereins ist und sich dadurch die Fliegerei ein bisschen näher ansehen kann.

Aber was heißt das genau? Innerhalb dieser vier Wochen zählt man als Flugschüler und darf im Rahmen des normalen Flugbetriebs an der Segelflugschulung durch unsere Fluglehrer teilnehmen. Am Anfang beginnt diese mit dem ersten Einweisungsstart auf dem Motorseglern und dann auf dem Segelflugzeug. Dabei wird einem zunächst das Flugzeug von außen, mit all seinen Bestandteilen, grundlegend erklärt, um es dann anschließend auf seine Flugtauglichkeit zu checken. Danach geht es von Innen weiter. Hier werden das Cockpit, die Instrumente und die Ruder genau unter die Lupe genommen.

Und dann kann es auch schon losgehen. Der Fluglehrer rollt die Maschine an den Start, erfragt die Starterlaubnis und schiebt dann den Gashebel nach vorne. Die Maschine hebt langsam vom Boden ab und steigt hinauf in die Lüfte. Oben angekommen sieht man den Landkreis Kelheim von oben und kann die einzigartigen Wolkenbilder genießen. Ja und jetzt darf man den Steuerknüppel natürlich auch selbst in die Hand nehmen und die ersten Flugversuche starten.

Die Schnuppermitgliedschaft bietet eine tolle Möglichkeit, sich die Fliegerei auf einem ganz einfachen Weg anzuschauen. Viele unserer Vereinsmitglieder haben mit dieser Mitgliedschaft angefangen.

Wenn ihr Fragen dazu habt könnt ihr uns gern über unsere E-Mail Adresse: fsv.homepage@web.de schreiben. Und solltet ihr auch mal Lust haben euch das Segelfliegen aus der Nähe anzuschauen, kommt doch einfach mal rauf zu uns! Wir sind von April bis Oktober an jedem schönen Wochenende am Flugplatz in Hienheim.

Viele Grüße und bis zum nächsten Beitrag!

#02 Wusstet ihr schon, was so alles im Cockpit eines Segelfliegers drinnen ist?
Dort gibt es viele verschiedene Hilfsmittel und Steuerungselemente die man zum fliegen braucht. Heute schauen wir uns mal das Instrumentenbrett genauer an. Dieses Bild wurde in unserer Schulungsmaschine aufgenommen und zeigt die Sicht aus dem Cockpit.

Das Instrumentenbrett selbst wurde erst vor drei Jahren von unseren Vereinsmitgliedern neu angefertigt. Ganz links im rechteckigen Kasten befindet sich das FLARM. Es ist ein Kollisionsvermeidungssystem für die allgemeine Luftfahrt. Es zeigt in der Mitte des Instruments einen Mittelpunkt und außen herum kreisförmig weitere LED’s. Sobald sich ein anderes Luftfahrzeug nähert, das ebenfalls ein FLARM installiert hat, leuchtet ein LED auf. Das Gerät sagt aus, in welcher Himmelsrichtung sich der andere Flieger befindet, und ob es über oder unter einem selbst ist. Das Instrument ist sehr wichtig, da es den Piloten vor Zusammenstöße mit anderen Flugzeugen warnt.

Rechts oberhalb davon befindet sich der sogenannte Fahrtmesser. Er ist ungefähr vergleichbar mit den Geschwindigkeitsmesser im Auto. Der einzige Unterschied ist, dass im Auto die Geschwindigkeit gegenüber dem Boden gemessen wird, welcher als Groundspeed bezeichnet wird. Im Segelflugzeug wird die Geschwindigkeit gegenüber der umliegenden Luft gemessen, die je nach Windstärke anders sein kann, als über dem Boden. Sie wird Indicated Airspeed genannt. Ein Segelflugzeug befindet sich im Steigflug meist bei um die 80 km/h und im Schnellflug können es aber auch gern mal 200 km/h werden. Die drei verschiedenen Farben auf dem Instrument geben dem Piloten den zulässigen Geschwindigkeitsbereich an. Im grünen Bereich gibt es keine Einschränkungen. Den gelben Bereich sollte man nur bei ruhiger Luft ausfliegen und der rote Strich kennzeichnet die zugelassene Höchstgeschwindigkeit.

Unter dem Fahrtmesser ist das Variometer zu sehen. Es ist eines der wichtigsten Instrumente beim Segelflug, denn hier dreht sich ja alles darum Höhe zu gewinnen und ohne Motor so lange wie möglich in der Luft zu bleiben. Das Variometer liefert dem Piloten die Information wie viel Meter pro Sekunde das Flugzeug steigt oder sinkt.

Rechts unten vom Variometer befindet sich ein Instrument, das optisch fast genauso aussieht und auch praktisch die gleiche Funktion hat. Es ist das elektronische Variometer das einen etwas anderen Hintergrund hat. Zusätzlich gibt es hier die Möglichkeit, das Steigen bzw. Sinken durch einen Ton zu simulieren. So muss der Pilot nicht immer auf das Gerät schauen, sondern nimmt anhand des Geräusches war, ob er gerade steigt oder sinkt.

Oberhalb des E-Variometers ist die sogenannte Libelle eingebaut. Sie erinnert ein klein wenig an die Wasserwaage von Zuhause. Der Sinn dahinter ist der gleiche. Die Libelle zeigt dem Piloten an, ob er sich gerade in der Luft befindet. In der Fachsprache wird es auch als Scheinlot bezeichnet.

Rechts daneben ist der Höhenmesser zu sehen. Er kann je nach Grund unterschiedlich eingestellt werden und sagt aus über wie viel Meter das Flugzeug über dem Grund oder Meeresspiegel ist.

Unter dem Höhenmesser ist das Funkgerät zu sehen. Es wird benötigt um als Pilot mit den Bodenfunkstellen oder auch mit anderen Flugzeugen kommunizieren zu können. Alle Teilnehmer die auf der gleichen Frequenz sind, können miteinander sprechen. Diese Frequenzen kann man sich vorstellen wie Telefonnummern. Jeder Flugplatz hat eine andere Frequenz, erst wenn man diese an seinem Funkgerät eingestellt hat, kann mit dem gewünschten Flugplatz kommuniziert werden. In Deutschland gibt es sehr viele dieser Frequenzen und da man diese ja schlecht alle auswendig lernen kann, sind sie in den Landkarten vermerkt, die ein Segelflieger bei sich hat.

Das letzte Instrument ganz rechts im Cockpit wird Magnetkompass genannt. Darunter versteht man einen gewöhnlichen Kompass, wie man ihn aus der Schule kennt. Er dient der Orientierung und gibt an in welche Richtung das Flugzeug fliegt.

All diese Instrument haben in der Luft eine große Bedeutung für den Piloten. Denn sie alle geben Auskunft darüber, ob sich das Flugzeug in einer normalen Fluglage befindet oder ob irgendwas ungewöhnlich oder gar falsch ist. Es sind wichtige Informationen die im Extremfall lebensgefährliche Unfälle vermeiden können. Wenn ihr Fragen dazu habt könnt ihr uns gern jederzeit schreiben oder auch einfach am Flugplatz vorbeischauen!

Viele Grüße vom Fluggelände und bis zum nächsten Mal!

#03 Wusstet ihr schon, wie schön unser Landkreis von oben ist?

Aus der Luft sieht die eigene Heimat oft ganz anders aus, als vom Boden aus. Da braucht man schon ein bisschen, um sich wieder orientieren zu können. Über die letzen Jahre hinweg sind bei unseren Flügen in der Heimat einige tolle Bilder entstanden, die wir euch hier gerne zeigen wollen.

Einfach drauf klicken, dann sieht man die Bilder in groß und den Text dazu:)

#04 Wusstet ihr schon, was alles vor einem Segelflugstart passiert?

Als erstes muss man sich das Flugzeug so einrichten, wie man es benötigt um damit sicher fliegen zu können. Jeder hat ganz individuelle Elemente, auf die er achten muss. Je nach Größe und Gewicht kann das unterschiedlich sein. Dabei benötigt man unter anderem Kissen oder eine Sitzschale. Dazu muss man die Länge der Pedale, sowie das Mindest- und Maximalgewicht berücksichtigen. Hierfür gibt es Bleigewichte, um die zulässige Masse zu erreichen. Das ist ein wirklich wichtiger Punkt in der Fliegerei. Wenn die Masse nicht eingehalten wird, verschiebt sich der Schwerpunkt, weswegen sich der Flieger nicht mehr sicher und kontrolliert steuern lässt. In der Schulungsmaschine beträgt das Gewicht mindestens 75 kg. Anschließend zieht man einen Rettungsfallschirm an, der zur Sicherheit dient, falls es in der Luft zu Komplikationen kommt. Auf unserem Fluggelände war das aber noch nie der Fall. Wenn das Flugzeug fertig ist, packt man noch seine Karten, den Segelflugschein und das Bordbuch in die Maschine und fragt per Funk bei der Flugleitung an, ob man in die Startbahn darf. Wenn die Erlaubnis erteilt ist, schieben rund drei bis vier Personen den Segelflieger auf die Bahn. Dort wird er ausgerichtet und die Haube geöffnet. Der Pilot setzt sich mit Fallschirm, Sonnenbrille und Kopfbedeckung in das vorbereitete Flugzeug. Mithilfe seiner Kameraden werden ihm die Anschnallgurte gereicht und der Sitz des Fallschrims kontrolliert. Ein guter Sitzt im Flieger ist sehr wichtig, damit es zu keiner ungewohnten Situation in der Luft kommt.

Dann erfolgt der Startcheck. Er beginnt mit der Kontrolle von Fallschirm und Gurt und geht weiter zu einem blauen Hebel auf der linken Seite. Dabei werden die Bremsklappen ausgefahren und auf ihre Einsatzfähigkeit kontrolliert. Anschließend kommt das Instrumentenbrett. Der Pilot spricht dabei laut jedes Instrument durch und kann so mögliche Fehler entdecken bzw. vermeiden. Falls euch das mehr interessiert: Hier
In den letzten Schritten wird die Trimmung nach vorne geschoben und der Haubennotabwurf wiederholt. In diesem Zug werden auch die Außenlandemöglichkeiten bei einem Seilriss durchgesprochen. Das ist wichtig, damit der Pilot im Fall der Fälle weiß wie er reagieren muss. Als letzter Schritt wird noch die Ruderfreigängigkeit erprobt – und dann kann es auch schon los gehen. Die Haube wird verriegelt und der Pilot gibt seinem Kameraden, der an der Fläche steht, das Zeichen, dass er sie anheben kann. So sind beide Fläche gleich hoch in der Luft. Dann kommt der Funkspruch „QB – 10 abflugbereit“ Darauf antwortet die Schleppmaschine „Hienheim – QB startklar, Piste 11“ und zu guter letzt meldet sich die Flugleitung und erteilt die Erlaubnis „QB – Hienheim Schleppzug klar, Piste 11.“

Das war ein kleiner Einblick in die vielen Aufgaben die ein Pilot vor dem Start erledigen muss. Beim nächsten Mal schauen wir uns an, was wohl nach der Starterlaubnis passiert.

#05 Wusstet ihr schon, was nach der Starterlaubnis passiert?

Ja im Grunde ist diese Frage leicht zu beantworten – man startet natürlich. Dabei muss man bei einem Segelflugstart aber einiges beachten und was da alles dazugehört, wollen wir euch in diesem Beitrag zeigen.

Wenn das Schleppseil befestigt ist, die Fläche des Seglers angehoben und die Starterlaubnis erteilt wurde geht es los! Der Pilot der Schleppmaschine schiebt langsam den Gashebel nach vorne und kommt zum Rollen – der Segelflieger bleibt stehen, denn das Schleppseil wird zunächst vorsichtig ausgezogen. Sobald das Seil straff ist, funkt der Segelflugpilot das Kommando „Seil straff“. Daraufhin gibt die Motormaschine Vollgas und der gesamte Schleppzug kommt ins Rollen. Durch die Strömung die dabei entsteht kann der Segelflugpilot mithilfe seiner Ruder die Maschine genau hinterher steuern und hebt ungefähr bei der Mitte der Landebahn ab. Dabei meldet er „Frei“. Dicht am Boden wartet er darauf, bis die Schleppmaschine ebenfalls abhebt und sie gemeinsam nach oben steuern können.

Während des Schlepps gibt es zahlreiche Dinge zu beachten. Als Segelflugpilot muss man immer genau hinter der Motormaschine herfliegen, damit die Stabilität und Sicherheit des Schlepps gewährleistet ist. Das ist oft gar nicht so einfach, da man von den Wetterverhältnissen und Luftbewegungen beeinflusst wird. Diese gleicht man mit den Ruderbewegungen aus. Dabei ist es wichtig, dass man als Segelflugpilot nie zu hoch fliegt, da man sonst die Motormaschine anhebt. Das kann dazu führen, dass die Strömung abreist und das Schleppflugzeug in eine unsichere Fluglage kommt. Mithilfe unserer Fluglehrer, lernen wir aber genau in welchem Rahmen wir uns bewegen können, um zu jeder Zeit eine sichere Fluglage zu gewährleisten.

Ein weiterer ganz wichtiger Punkt während des Schlepps, aber auch danach, ist die Luftraumbeobachtung. Sobald man abhebt, muss man sich regelmäßig rundherum umsehen. Nach oben, nach unten, nach links und nach recht. Dabei wird der umliegenden Luftraum genau analysiert und geprüft ob sich noch weitere Flugzeuge in der Nähe befinden. Das Kollisionswarnsystem „FLARM“ hilft uns dabei.

Wenn der Segelflugpilot bei seiner gewünschten Höhe angekommen ist, gibt er der Schleppmaschine Bescheid. „QB – 10 Gas weg“. Daraufhin nimmt der Motorpilot das Gas raus, damit das Seil nicht mehr auf Spannung ist. Der Segelflugpilot klingt aus und dreht nach rechts weg. „Ausgeklingt, Seil frei“ lautet es per Funk. Daraufhin fliegt die Schleppmaschine etwas nach links weg, damit keine Kollisionsgefahr besteht, zieht in der Luft das Seil ein und landet.

Für den Segelflugpiloten geht nun der offizielle „Segelflug“ los. Jetzt kann er durch die Luft gleiten, aufsteigende Luft (Thermik) suchen und sich wieder nach oben arbeiten.

Damit ihr euch das ganze besser vorstellen könnt haben wir ein kleines Video für euch. Es zeigt den Start der Schulungsmaschine mit Flugschüler und Fluglehrer. Viel Spaß beim anschauen und wenn ihr Fragen habt, dann schreibt uns einfach!
E-Mail:   fsv.homepage@web.de

#06 Wusstet ihr schon, dass unsere Flugzeuge
Schlafanzüge haben?

Ja, das hört sich zunächst recht ungewöhnlich an, ist aber die Wahrheit. Hier die Erklärung: Beim Segelfliegen kommt es immer darauf an, ohne Motor soweit wie möglich zu kommen. Dabei spielen ganz verschiedene Dinge mitein. Das Wetter, die eigene Erfahrung, aber auch vor allem die Gleitfähigkeit des Segelflugzeuges.

Kurzer Exkurs: Die Gleitfähigkeit eines Flugzeuges wird durch die sogenannte Gleitzahl bestimmt. Diese ist bei jedem Flugzeugtyp anders und definiert wie weit ein Segelflugzeug bei 1 Meter sinken kommt. Beispiel: Eine Gleitzahl von 42 besagt, bei 1 Meter sinken, kann das Flugzeug unter optimalen Bedingungen 42 Meter weit gleiten.

Die Beschaffenheit der Flugzeugoberfläche, spielt dabei eine große Rolle, denn sie kann die Gleitzahl erheblich beeinflussen. Umso mehr Widerstand eine Fläche hergibt (z.B. durch Dreck, Insekten oder Dellen) umso eingeschränkter ist die Gleitzahl. Andersherum ist es so, umso glatter die Oberfläche ist, desto besser das Gleiten und desto weiter die Strecke die man bei 1 Meter sinken zurücklegen kann.

Daher hat die Oberfläche der Flügel und des Rumpfes einen sehr großen Stellenwert für uns Segelflugpiloten. Ihnen kommt besondere Pflege zu. Nach jedem Flugtag wird die Flugzeugoberfläche mit Schwamm und Leder gereinigt, um das gute Oberflächenprofil zu erhalten und Widerstände zu verringern.

Nach dem Putzen geht es in die Halle. Damit die Flugzeuge dort nicht durch Vögel, Insekten oder Staub dreckig werden, ziehen wir ihnen eben „Schlafanzüge“ an. Dabei handelt es sich um große, extra angefertigte Überzieher, an Tragflächen, Höhenleitwerk und Haube. So können wir sicherstellen, dass den Flugzeugen kein Schaden an der Oberfläche zu kommt und die Gleitfähigkeit erhalten bleibt. Unten sind ein paar Fotos, damit ihr euch darunter auch etwas vorstellen könnt.

Wenn ihr Fragen dazu habt, dann schreibt uns einfach!
E-Mail:   fsv.homepage@web.de

Viele Grüße,

euer Flugplatzteam des FSV-Kelheims!

#07 Wusstet ihr schon, dass man Flugzeuge
auseinanderbauen kann?

Wir machen das jedes Jahr aufs neue pünktlich zum Saisonende. Letztes Wochenende war es wieder soweit! Um 9:30 Uhr haben wir uns am Flugplatz getroffen und besprochen, was alles zu tun ist. Segelflugzeuge abbauen, Fluggelände winterfest machen, Holz verbrennen, Batterien einlagern und so weiter … da war einiges los am Abfliegen 2019!

Nachdem alle Aufgaben verteilt waren, ging es auch schon los. Die Halle wurde aufgeschoben und die Flugzeuge nach und nach herausgezogen. Mit einer Mannschaft von rund fünf Leuten, haben wir dann Segler für Segler abgebaut. Dabei muss man einiges beachten. Am wichtigsten ist, dass einer das Kommando übernimmt und klare Anweisungen gibt, damit man im Team das Flugzeug unbeschadet abbauen kann. Zuerst wird der Verschluss des Höhenleitwerks gelöst, um es dann vorsichtig heraus zu heben und im Hänger zu befestigen. Danach sind die großen Tragflächen dran. Zuerst müssen die Ruderanschlüsse der Querruder und der Bremsklappen geöffnet werden. Anschließend werden die Flächen vom Rumpf gelöst. Dabei muss links und rechts je einer am Ende der Fläche stehen und sie nach Kommando anheben. Zwei weitere stehen auf der Innenseite der Flächen, direkt am Rumpf. Sie übernehmen das Gewicht, wenn die Verankerung aus dem Rumpf heraus gezogen wird. Ein fünfter Mann sitzt im Flugzeug drinnen und löst die sogenannten Bolzen, die die beiden Tragflächen zusammenhalten. Ist das geschafft, wird eine Fläche nach der anderen zum Hänger getragen und dort befestigt. Zum Schluss kommt der Rumpf des Flugzeuges. Er wird durch mehrere Personen stabilisiert und auf die vorgesehen Halterung im Hänger gehoben. Danach werden alle Teile ordentlich befestigt, Kleinteile abgenommen und alles sicher verschlossen.

Insgesamt haben wir am Samstag sechs Segelflugzeuge und zwei Motorsegler abgebaut. Außerdem wurden die Motormaschine aufgebockt, der Windsack abgenommen, die Landebahnmarkierung eingesammelt und alle technischen Geräte verstaut. Dazu kamen noch viele weitere Aufgaben, die viel Einsatz forderten. Gemeinsam konnten wir das ganze aber gut meistern. Eine kleine Stärkung zwischendurch, hat uns natürlich auch nicht geschadet. Pünktlich zur Monatsversammlung hatten wir es dann auch geschafft. Dort wurden wichtige Themen für die Zukunft des Vereins besprochen.

Langsam aber sicher ging es dann zum gemütlichen Teil des Abends über. Es gab ein leckeres Buffet zum Essen und allerhand zu erzählen. Die Stimmung war ausgelassen und eine ordentliche Belohnung für die Arbeit von zuvor. Wir freuen uns, dass wir auf eine unfallfreie Saison 2019 zurückblicken dürfen und gehen nun auf die winterlichen Arbeiten zu.

Mit dem Ende der Flugsaison 2019 endet auch die „Wusstet ihr schon“ Reihe auf unserer Website. Hier in diesem Reiter könnt ihr euch alle sieben Beiträge anschauen. Wenn ihr Fragen dazu habt, könnt ihr uns jeder Zeit schreiben unter der Mailadresse fsv.homepage@web.de

In diesem Sinne wünschen wir euch eine schöne und ruhige Winterzeit und freuen uns auf das nächstes Jahr!

Viele Grüße,

euer Flugplatz Team! 🙂